Gastroenterologisches Zentrum
am St. Joseph-Stift - MVZ Gmbh

Dr. med. Heinrich Schulz (ärztl. Ltg.)
Dr. med. Jochen Flechtenmacher
Dr. med. Hubert Zebski



Praxisteam
 
Polypektomie  

 

 

   

Polypektomie ist das Fachwort für die Entfernung von Polypen.

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Polypen sind zunächst gutartige Wucherungen der Schleimhaut, die nicht nur im Darm oder Magen, sondern auch in anderen Hohlorganen entstehen können (z. B. Nasenraum oder in der Blase). Sie weisen unterschiedliche Wachstumsformen auf, z. B. gestielt, breitbasig oder tailliert und können einzeln oder in Gruppen wachsen.

schematische Darstellung Koloskopie
vergrößerte Ansicht eines abgetragenen Polypen

 

   
Besonders die noch kleinen Polypen verursachen keinerlei Beschwerden. Unabhängig in welcher Form sie auftreten - ein wichtiges Mittel der Darmkrebsvorsorge ist die Erkennung und komplette Entfernung von Polypen, bevor sie möglicherweise zu Darmkrebs entarten. Die meisten Polypen können während der Koloskopie (Darmspiegelung) nach Entdeckung sofort entfernt werden, somit ist eine zweite Darmspiegelung üblicherweise nicht nötig. Die Polypenentfernung ist nicht schmerzhaft. In besonderen Fällen kann eine zweite Koloskopie notwendig werden, z. B. wenn der gefundene Polyp schon so größenverändert ist, um ihn komplett und risikoarm in einer Untersuchung zu entfernen.    
     
Über den Arbeitskanal des Endoskops wird die Polypektomieschlinge (ein feines Instrument mit einer Schlaufe aus dünnem Draht) zum Polypen vorgeschoben. Die Schlinge wird dann über den Polypen gestülpt und zugezogen. Für einen kurzen Augenblick wird über das Instrument ein Hochfrequenzstrom geleitet, wodurch der Polyp "abgeschnitten" wird. Bei diesem Vorgang werden aufgrund der kurzfristigen Hitzeeinwirkung auch gleichzeitig die Blutgefäße geschlossen und verschorft, damit es nicht zu einer Nachblutung kommt. In manchen Fällen kann es notwendig werden, dass zusätzlich ein Medikament eingespritzt wird.    

Darmpolyp:

gefunden... Darmpolyp

   
gefangen.... Mit der Schlinge gefangener Polyp
   
..... und abgetragen Polypektomiestelle nach Abtragung

 

Jeder abgetragene Polyp, ob groß oder klein, wird zur feingeweblichen Untersuchung ins Labor geschickt, um zu überprüfen, ob es sich um harmlose oder doch schon bösartig entartete Gewebszellen handelt.
Patienten, bei denen bereits Polypen gefunden wurden, neigen zu erneuten Polypenbildungen. Eine Kontrolluntersuchung ist - je nach Ergebnis des Gewebebefundes - nach 6 Monaten bis zu 3 Jahren nötig, um frühzeitig erneute verdächtige Veränderungen der Darmschleimhaut zu entdecken und entsprechend zu behandeln. Bei unauffälligem Laborbefund reicht eine Kontrollkoloskopie nach 5 Jahren aus.



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